
200 Jahre Friedrichsthal
1976 wurde in Rixen gefeiert
von Manuel Schmidt
Die Grebensteiner Vereine und Friedrichsthaler Einwohner hatten sich bei der Ausrichtung der Feier am 04. September 1976 zum 200jährigen Bestehen der Kolonie große Mühe gegeben. Auch die Kinder aus Friedrichsthal waren begeistert bei der Sache. Die hatten provisorisch Wurfbuden aufgebaut, bei denen mit Pfeilen Luftballons und mit Bällen Büchsen geworfen werden mussten. Daneben bestand die Möglichkeit zum Ponyreiten. Eine weitere Gruppe führte Spiele mit dem Kasperle-Theater auf.
Die Landfrauen versorgten die Besucher in der Festscheune mit Kaffee und Kuchen. Mit einem Sternmarsch von zwei Seiten war das Jubiläum der Kolonie eingeleitet worden. Der Spielmanns- und Harmoniezug des Tuspo Grebenstein spielte dazu auf.
In der Feldscheune, in der etwa 400 Sitzplätze waren, reichte der Platz nicht aus, um alle Gäste aufzunehmen. Sie standen und drängten sich auch noch vor dem Scheunentor.
Bürgermeister Kooi gab einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Kolonie im Nesselbachtal. Dabei betonte er, dass die „Rixer“, wie sich die Friedrichsthaler selbst nennen, sich stets als Grebensteiner fühlten, „trotz der Schwierigkeiten, die es mit dem Bürgermeister und dem Rat gab“. Als „Geburtstagsgeschenk“, so Kooi, habe die Stadt in Friedrichsthal die Straßenbeleuchtung installiert.
In der Festrede ging Museumsleiter Wolfgang Tölle auf die Geschichte der Kolonie ein. Dabei stellte er heraus, dass „Friedrichsthal nicht Rixen ist“. Rixen, Jahrhunderte vor der Gründung Friedrichsthals wüst geworden, „lag an einer anderen Stelle“. Pfarrer Wolfgang Voigt, nannte abschließend das Jubiläum „einen Tag, an dem man das Danken nicht vergessen sollte“. Umrahmt wurde die Feierstunde durch den Volks- und Jugendchor Grebenstein, den Männergesangverein sowie den Spielmanns- und Harmoniezug des Tuspo Grebenstein. Zum Tanz spielte die Kapelle SiBoScha und die Jugendband GM.
Die Rückfahrt von Friedrichsthal nach Grebenstein wurde mit Gummiwagen organisiert.
Zum Jubiläum wurden von den Landfrauen 3 Birken und vom Heimat- und Verkehrsverein eine Bank gestiftet.






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